ethnografische notizen 274: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Fabian Arianzen-Chang, Tigermilch

Fabian und Anna Arianzen Chang, Tigermilch, Köln (Foto: privat)

Der 31-Jährige betreibt seit 2017 gemeinsam mit seiner Schwester Anna das peruanische Restaurant „Tigermilch“ in der Brüsseler Straße.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Am Montag kam die Nachricht, dass wir schließen müssen. Wir haben davor schon den ganzen Tag überlegt, weil wir vermutet haben, dass jetzt irgendwann mal was Offizielles kommen muss. Weiterlesen

ethnografische notizen 273: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Marlen Mager, Zur Tant

Thomas Lösche & Marlen Mager, Zur Tant, Köln (Foto: privat)

Die 36-Jährige aus Radeberg ist Restaurantleiterin im Sternerestaurant „Zur Tant“ in Porz-Langel, das sie mit ihrem Partner Thomas Lösche führt.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Schlimm, ganz schlimm. Wir wussten ja erst nicht, was passieren würde, aber wir hatten so ein Bauchgefühl. Montag haben wir hier den letzten Abendservice gemacht, das war schon ganz schön mulmig. Weiterlesen

ethnografische notizen 272: köln in zeiten von corona

Einbrand, Bonner Str., Köln, 29.03.2020

Südstadt

„Five Minutes for Future“, steht noch auf dem Fenster von der Caffé Bar am Ubierring, „trink deinen Kaffee entspannt hier.“ Das ist mittlerweile einerseits überholt, andererseits aber so aktuell wie nie zuvor. Weiterlesen

ethnografische notizen 271: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Daniel Gottschlich, Ox & Klee

Daniel Gottschlich, Ox & Klee, Köln (Foto: privat)

Vor vier Jahren zog der Teilzeit-Musiker mit seinem 2010 eröffneten Betrieb in das mittlere Kranhaus im Rheinauhafen, 2019 wurde dem Restaurant der zweite Michelinstern verliehen.

 

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Ich hatte aus verschiedenen Quellen schon am Samstag erfahren, dass wir wahrscheinlich am kommenden Dienstag schließen würden müssen. Da haben wir einfache eine Party draus gemacht, wir haben in der Küche und im ganzen Laden gefeiert. Das war kein Frustsaufen und auch kein Gewinnerfest Weiterlesen

ethnografische notizen 269: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Silvia Beuchert, Café Jakubowski

Silvia Beuchert, Café Jakubowski, Köln (Foto: privat)

Seit 14 Jahren führt die Initiatorin der Mülheimer Nacht das nach einem ehemaligen Hausbewohner benannte Café auf der Mülheimer Freiheit.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Wir haben die Information am Montagnachmittag bekommen, das war der 16. März – das Datum werde ich nie vergessen. Ich hatte aber am Vortag schon eine Teamsitzung einberufen, weil klar war, dass am Beginn der Woche die Entscheidung getroffen werden würde. Weiterlesen