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ethnografische notizen 224: berlin 2017/01

17 Jan

Nach dem Kino laufen wir über den Kottbusser Damm zurück nach Neukölln. J., der eine Woche gefastet hat, spricht den ganzen Abend schon von einem halben Döner, den er gerne essen möchte. Mir jedoch ist nicht nach der anderen Hälfte. Auf halbem Weg landen wir als Kompromiss im Burrito-Fenster. Mit einem Beef und einem vegetarischen Burrito – beide scharf und mit extra Guacamole – nehmen wir im Verkaufsfenster des ehemaligen Spätis platz. „Nix los heute Abend“, sagt J. und schaut über die Straße in Richtung des koreanischen Grillrestaurants.

Burritofenster Berlin, Januar 2017

Burritofenster Berlin, Januar 2017

Die Tortilla kann, wenn sie von feiner und gut durchgequetschter Masse, gut gebacken ist und ganz frisch in einer sauberen Serviette geboten wird, vollkommen befriedigen (…) Da man aber leider nicht immer frische Tortillas bekommt, wenn man keine eigene Tortillera zur Verfügung hat, so hilft man sich, indem man die kalt gewordenen am offenen Feuer röstet (…)“

Cäcilie Seler, Mexikanische Küche. In: Zeitschrift für Volkskunde 19 (1909)

Mehr zum Burrito hier.