ethnografische notizen 277: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Heute eine Stimme aus der Hotellerie.

Interview mit Grit Pauling, 25hours The Circle

Grit Pauling, 25hours The Circle, Köln (Foto: 25hours)

Die Hotelfachfrau übernahm im Frühjahr 2019 als General Manager die Führung des 25hours mit dem Restaurant Neni und der Monkey Bar im ehemaligen Gerling-Gebäude.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Das kam für uns Schritt für Schritt, zunächst durften wir ja noch die Hotelgäste bewirten. Weiterlesen

ethnografische notizen 273: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Marlen Mager, Zur Tant

Thomas Lösche & Marlen Mager, Zur Tant, Köln (Foto: privat)

Die 36-Jährige aus Radeberg ist Restaurantleiterin im Sternerestaurant „Zur Tant“ in Porz-Langel, das sie mit ihrem Partner Thomas Lösche führt.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Schlimm, ganz schlimm. Wir wussten ja erst nicht, was passieren würde, aber wir hatten so ein Bauchgefühl. Montag haben wir hier den letzten Abendservice gemacht, das war schon ganz schön mulmig. Weiterlesen

ethnografische notizen 272: köln in zeiten von corona

Einbrand, Bonner Str., Köln, 29.03.2020

Südstadt

„Five Minutes for Future“, steht noch auf dem Fenster von der Caffé Bar am Ubierring, „trink deinen Kaffee entspannt hier.“ Das ist mittlerweile einerseits überholt, andererseits aber so aktuell wie nie zuvor. Weiterlesen

ethnografische notizen 271: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Daniel Gottschlich, Ox & Klee

Daniel Gottschlich, Ox & Klee, Köln (Foto: privat)

Vor vier Jahren zog der Teilzeit-Musiker mit seinem 2010 eröffneten Betrieb in das mittlere Kranhaus im Rheinauhafen, 2019 wurde dem Restaurant der zweite Michelinstern verliehen.

 

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Ich hatte aus verschiedenen Quellen schon am Samstag erfahren, dass wir wahrscheinlich am kommenden Dienstag schließen würden müssen. Da haben wir einfache eine Party draus gemacht, wir haben in der Küche und im ganzen Laden gefeiert. Das war kein Frustsaufen und auch kein Gewinnerfest Weiterlesen

ethnografische notizen 270: köln in zeiten von corona

Bay Freud, An Groß St. Martin, Köln, 25.03.2020

Altstadt

Am maiBeck, dem sprichwörtlich ersten Haus der Altstadt, wird auf dem Aushang die Schließung aller Restaurants mit dem Ziel der Eindämmung des Virus erläutert. Der Claim unter der Botschaft lautet nicht wie gewohnt „stay hungry“, sondern diesmal etwas förmlicher „Bleiben Sie gesund“. Weiterlesen