ethnografische notizen 271: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Daniel Gottschlich, Ox & Klee

Daniel Gottschlich, Ox & Klee, Köln (Foto: privat)

Vor vier Jahren zog der Teilzeit-Musiker mit seinem 2010 eröffneten Betrieb in das mittlere Kranhaus im Rheinauhafen, 2019 wurde dem Restaurant der zweite Michelinstern verliehen.

 

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Ich hatte aus verschiedenen Quellen schon am Samstag erfahren, dass wir wahrscheinlich am kommenden Dienstag schließen würden müssen. Da haben wir einfache eine Party draus gemacht, wir haben in der Küche und im ganzen Laden gefeiert. Das war kein Frustsaufen und auch kein Gewinnerfest Weiterlesen

ethnografische notizen 270: köln in zeiten von corona

Bay Freud, An Groß St. Martin, Köln, 25.03.2020

Altstadt

Am maiBeck, dem sprichwörtlich ersten Haus der Altstadt, wird auf dem Aushang die Schließung aller Restaurants mit dem Ziel der Eindämmung des Virus erläutert. Der Claim unter der Botschaft lautet nicht wie gewohnt „stay hungry“, sondern diesmal etwas förmlicher „Bleiben Sie gesund“. Weiterlesen

ethnografische notizen 269: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Silvia Beuchert, Café Jakubowski

Silvia Beuchert, Café Jakubowski, Köln (Foto: privat)

Seit 14 Jahren führt die Initiatorin der Mülheimer Nacht das nach einem ehemaligen Hausbewohner benannte Café auf der Mülheimer Freiheit.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Wir haben die Information am Montagnachmittag bekommen, das war der 16. März – das Datum werde ich nie vergessen. Ich hatte aber am Vortag schon eine Teamsitzung einberufen, weil klar war, dass am Beginn der Woche die Entscheidung getroffen werden würde. Weiterlesen

ethnografische notizen 268: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Sascha Bayer, Louis The Breakfast Club/Saint Louis

Sascha Bayer, Louis The Breakfast Club/Saint Louis, Köln (Foto: privat)

Der 36-jährige Hotelfachmann betreibt seit sieben Jahren das Saint Louis auf der Deutzer Freiheit. Im vergangenen Herbst kam Louis The Breakfast Club in der Meister-Gerhard-Straße im Kwartier Latäng dazu.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Es fühlte sich ein bisschen wie Scheitern an. Wir sind ja mit dem Breakfast Club gerade erst mal seit fünf Monaten vor Ort. Weiterlesen

ethnografische notizen 267: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Tim Weber, Bouschong

Tim Weber, Bouschong, Köln (Foto: privat)

Der 36-jährige Koch betreibt gemeinsam mit Marcus Lorenz-Linke seit eineinhalb Jahren das kleine Bistro in der Nähe des Barbarossaplatzes.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Wir haben am Freitag noch ganz normales Geschäft gehabt, die Entwicklung dann am Wochenende in den Nachrichten verfolgt und spekuliert, was am Montag sein wird. Als dann die Nachricht kam, waren wir nicht wirklich überrascht. Weiterlesen