ethnografische notizen 272: köln in zeiten von corona

Einbrand, Bonner Str., Köln, 29.03.2020

Südstadt

„Five Minutes for Future“, steht noch auf dem Fenster von der Caffé Bar am Ubierring, „trink deinen Kaffee entspannt hier.“ Das ist mittlerweile einerseits überholt, andererseits aber so aktuell wie nie zuvor. Weiterlesen

ethnografische notizen 269: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Silvia Beuchert, Café Jakubowski

Silvia Beuchert, Café Jakubowski, Köln (Foto: privat)

Seit 14 Jahren führt die Initiatorin der Mülheimer Nacht das nach einem ehemaligen Hausbewohner benannte Café auf der Mülheimer Freiheit.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Wir haben die Information am Montagnachmittag bekommen, das war der 16. März – das Datum werde ich nie vergessen. Ich hatte aber am Vortag schon eine Teamsitzung einberufen, weil klar war, dass am Beginn der Woche die Entscheidung getroffen werden würde. Weiterlesen

ethnografische notizen 262: köln in zeiten von corona

Saint Louis, Deutzer Freiheit, 19.03.2020

Deutz

Am Vormittag treffe ich mich kurz mit einer Kollegin, um ihr meine Fahnen für die Schlusskorrekturen mitzugeben. Wir stehen auf der Deutzer Freiheit, in gehörigem Abstand voneinander. Sie ist schwanger, auf der Suche nach Toilettenpapier und mit einer großen Lust auf eine „Torta della Nonna“, einem italienischen Kuchen mit Zitronencreme und Pinienkernen. Weiterlesen

ethnografische notizen 261: köln in zeiten von corona

An dieser Stelle erzählen Kölner Gastronom*innen wie es ihnen gerade geht. Drei einfache Fragen und überraschend offene Antworten.

Interview mit Mechti Erhard, Bambule Kaffeebar

Mechti Erhard, Bambule Kaffeebar, Köln (Foto: privat)

Die gelernte Kamerabühnenassistentin machte sich 2013 mit einem kleinen Café in Kalk-Kapelle selbstständig.

1. Wie war das, den Laden zuzumachen?

Das war schwer, weil wir ja immer noch nicht wissen, wie es weitergeht. Andererseits war das eine erlösende Nachricht, dass die Stadt Köln uns verbietet, zu öffnen. Damit wurde uns diese Verantwortung abgenommen. Weiterlesen

ethnografische notizen 258: köln in zeiten von corona

Mangal Döner, Kalker Hauptstraße, Köln, 23.03.2020

Kalk

Der mit Aufklebern übersäte Eingang der veganen Kultkneipe Trash Chic in der Wiersbergstraße ist geschlossen, es gibt keinen Hinweis auf eine irgendwie außergewöhnliche Situation. Auch auf der anderen Straßenseite, bei der Bambule Kaffeebar, sind die Rollläden unten, aber hier steht immerhin die Tür offen. Weiterlesen