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food haul #008 – lissabon (short version)

1 Mai
food haul #008 – lissabon (short version)

food haul #008 – lissabon (short version)

food haul #007 – Travel Report Amberly

31 Mrz

A lot of people in Germany start their day with a BRÖTCHEN for breakfast. In some parts oft the country round shaped rolls are called KAISERBRÖTCHEN. KAISER is the German word for „emperor“. The last German emperor was dethroned almost 100 years ago. A BRÖTCHEN is best when it’s crisp on the outside and light and fluffy inside.

Some Germans also like very dark bread as well. It’s called SCHWARZBROT, which means „black bread“. The darkest kind is PUMPERNICKEL from the region of Westphalia.

Traditionally German breakfast is eaten from a wooden board, a so called FRÜHSTÜCKSBRETTCHEN. This design here reminds me of my grandmother.

Nowadays most Germans eat a warm dinner in the evening. For lunch they will probably eat a sandwich or some fries. Here we call our fries FRITTEN and we eat them with a lot of mayonnaise. On the street they are served on little white paper trays with a small fork from plastic.

Germans are very fond of soup. They usually season it with a little bit of MAGGI, which is a salty dark liquid.

Like everywhere in the world German children love candy. Gummy bears are very popular. They are called GUMMIBÄRCHEN. Here in the west carnival is a very important holiday where people dress up in funny costumes. The people in the carnival-parades throw candy – sometimes in little bags like these.

Since a lot of Turkish people are living in Germany LOKUM is a popular sweet as well.

The most popular drink among adults is beer. The local beer in Cologne is called KÖLSCH. It is served with a beer coaster from paper. The waiter uses a pencil to write down the number of glasses you had. He will bring more beer until you tell him to stop. You do this by putting the beer coaster on top of your glass.

 

food haul #006 – flucht und vertreibung

3 Sep

Mein Beitrag zur Flüchtlingsdebatte:

 

Liebe Patrioten, besorgte Bürger und sonstige völkische Beobachter, herzlich Willkommen zum meinem 6. Foodhaul!

Letzte Woche habe ich in der Zeit einen besonders guten Artikel gelesen. Der hatte den Titel: „Die Flüchtlinge sind ein Glück für uns!“ Weil aber ja jetzt nicht jeder Zeit und Muße hat, die Artikel aus der Lügenpresse auch wirklich zu lesen, will ich an dieser Stelle gerne erklären, warum die Flüchtlinge – allein schon kulinarisch – für uns alle ein Glück für Deutschland sind. Auch für euch!

Keine Angst, ich werde euch nicht beschimpfen, sondern ich hole euch da ab, wo ihr euch gut auskennt. Bei der Bückware! Ganz tief unten im Regal gewissermaßen. Sieben mal habe ich mich ganz tief gebückt im Supermarkt – nur für Euch, liebe Patrioten, besorgte Bürger und sonstige völkische Beobachter – denn im Normalfall entsprechen diese Produkte nicht meinen ökotrophologischen Ansprüchen. Aber was tut man nicht alles für ein bisschen Erleuchtung.

Wir fangen deshalb heute auch nicht wieder an mit dem Ursprung von Kartoffel und Tomate, mit der Herkunft von italienischer Pizza oder äthiopischem Kaffee. Das wisst ihr alles, die ihr alle eine ordentliche deutsche Volksschule besucht habt.

Wir bücken uns zunächst ganz weit in den Osten hinein – bis nach Berlin. Die Berliner Weiße war nämlich bis ins 19. Jahrhundert – also in der guten alten Preußenzeit – das beliebteste Bier der Hauptstadt. Heute eher Touristenbrause aber immerhin noch ordentlich registriertes Produkt des Brauereiverbands Berlin-Brandenburg. Dabei ist der Signature Drink der Hauptstadt französischen Flüchtlingen zu verdanken, den Hugenotten, die im 17. Jahrhundert nach Berlin kamen und kurzerhand die trübe Plörre, die man da getrunken hat, durch ein elegantes, obergäriges Weizenbier ersetzt haben.

Weiter geht’s nach 1945, als das ganze Elend begann. Und damit meine ich nicht die BRD, sondern die Flucht und Vertreibung von bis zu 14 Millionen Deutschen aus den sogenannten deutschen Ostgebieten. Nebenbei bemerkt eine der Folgen eines „klitzekleinen“ verbrecherischen Angriffskriegs. Die meisten dieser Flüchtlinge besaßen nicht viel mehr als sie tragen konnten. Und auch als Deutsche unter Deutschen blieben sie lange Zeit fremd. Zum Beispiel die Ostpreußen. Mit ihrem fremden Akzent und ihren ungewohnten Traditionen waren sie längst nicht überall willkommen. Heute hingegen haben ihre kulinarischen Vorlieben, beispielsweise für süß-saure Gerichte wie die Königsberger Klopse, längst alle Schulkochbücher erobert.

Ebenfalls schon länger bei uns, aber immer noch populär – „Cevapcici mit Balkangemüse und Reis“. Das Wording habe ich mir übrigens nicht ausgedacht, das steht hier wirklich. Die hat uns der Jugo beschert, der ab den 60er Jahren im Zuge des Anwerbeabkommens der Bundesrepublik mit Jugoslawien nach Deutschland kam. Als Gastarbeiter, als, wenn man so möchte, Wirtschaftsflüchtling avant la lettre. Der Mehrwert für Gesamtdeutschland? Wenn’s mal schnell gehen muss: Die Deckfolie vollständig abziehen, die Schale auf mikrowellengeeignetes Geschirr stellen, abdecken und ca. 5 Minuten bei 600 Watt erwärmen.

Das mit den Bootsflüchtlingen ist übrigens auch nicht neu. Die hießen früher Boatpeople und kamen zumeist aus dem Süden Vietnams. Und weil die Angela Merkel gerade gesagt hat, man darf derzeit nichts böses über Ostdeutschland sagen, sprechen wir heute nicht über die bösen Zigarettenschmuggler, liebe Patrioten, besorgte Bürger und sonstige völkische Beobachter, sondern ich erzähle Euch mal, wie das hier im Westen war. Da hat die bundesdeutsche Regierung 1982 nämlich einen Aufnahmestopp für vietnamesische Flüchtlinge verhängt. Der wurde aber aufgrund – man höre und staune – öffentlichen Protestes wieder aufgehoben. Mit im Gepäck hatten die vietnamesischen Flüchtlinge damals ihre, ungleich leckerere, Version der Frühlingsrolle.

Manchmal ist ja zugegebenermaßen schwer zu erkennen, wer eigentlich Flüchtling ist und wer nicht. Bei den Schwaben in Berlin zum Beispiel, da ist der Status ja immer noch ungeklärt. Ob sie jetzt Speerspitze der Gentrifizierung sind oder nicht – mit ihren Käs-Späzle bereichern sie in jedem Fall die bundesweite Streetfood-Hysterie um ein ordentliches volksdeutsches Element.

In diesem Sinne, liebe Patrioten, besorgte Bürger und sonstige völkische Beobachter, herzlich Willkommen in Deutschland!

food haul #005 – flohmarkt

25 Mai

Salzstreuer / Parmesan-Messer / Ma’amoul-Form / Keramik-Hahn / Pott aus dem Elsass / Käseglocke & Butterdose / Kochbücher

food haul #004 – danzig

2 Mai

Einkaufen in Polen

food haul #003 – 8 bäckereien

21 Apr

Derzeit wird nicht nur unter Food-Bloggern viel über die neue Werbekampagne von Lidl diskutiert. Mit ziemlich viel Geld und Aufwand bastelt man dort an einem neuen Image als letzter Hort des Guten Essens.

Aber anstatt mich über Qualität und Produktionsbedingungen von billiger Massenware zu echauffieren, möchte ich lieber zeigen, warum es sich lohnt, beim Bäcker und nicht im Discounter oder Backshop zu kaufen …

ethnografische notizen 096: food haul

12 Apr

Dass die sozialen Medien die Menschen vom physischen Alltag entfremden würden, ist eine diffizile Unterstellung. Im Internet geht es doch eigentlich ständig um Essen und Trinken – wenn auch in Form einer mehr oder weniger sorgfältigen digitalen Inszenierung. Aber das war früher ja nicht anders. Essen war immer schon eine Frage des Sehens und Gesehenwerdens. Was serviere ich, wenn die Familie zu Besuch kommt? Wo gehe ich am Samstagabend mit der neuen Liebe essen? Und was bringe ich zum Firmen-Grillfest mit? Jetzt eben digital und mit Snapseed-Filter „Drama“.

Während sich der Normalbürger gegenwärtig darauf beschränkt, seinen Starbucks-Kaffee oder den Besuch in einem Restaurant mit Michelin-Stern bei Facebook zu dokumentieren, gibt es eine rege Blogger-Szene, in denen in Formaten wie diesem hier Rezepte geteilt, Kochbücher rezensiert, Produkte getestet und Geschichten erzählt. Das macht Spaß und bleibt meistens ein zeit- und kostenintensives Hobby.

Richtig viel Geld verdienen tun hingegen einige wenige Menschen auf youtube. Beispielsweise mit sogenannten Haul-Clips. Das sind Videos bei denen Menschen ihre Einkäufe vorstellen. Abgeleitet vom englischen „to haul“, was so viel bedeutet wie „schleppen“ oder „Beute nach hause bringen“. Meistens handelt es sich dabei im Kosmetik, die enthusiastisch bis hysterisch ausgepackt und kommentiert wird. Oh my god! Daneben gibt es aber auch noch eine Sonderform – Food-Hauls in denen es ausschließlich um gerade gekaufte Lebensmittel geht.

Um mal einen Einblick in die Dimensionen geben, in denen hier hantiert wird. „Eine bunte Mischung aus Lifestyle, Travel, Beauty, Fashion und Food. Ein kleiner Einblick in mein Leben“, beschreibt Youtuberin Daarum ihren Kanal mit tagesaktuell 1.020.812 Followern. Ihr Video „FOOD HAUL – Whole Foods / teuerster Einkauf überhaupt…“ in dem sie Produkte aus einem amerikanischen Bio-Laden präsentiert wurde am 31. März 2015 hochgeladen und bislang 208.733 Mal angeschaut.

Die Erkenntnisse, die mal als Zuschauer daraus ziehen kann, sind eher beschränkt. Allenfalls, dass Daarum ziemlich einwandfreies Englisch spricht und gerne dies oder das isst. Wegklicken kann man aber trotzdem irgendwie nicht, weil man all diese kleinen Informationen dann doch irgendwie interessant findet. Ein kleiner Einblick in das Leben der anderen eben.