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ethnografische notizen 244: foodcamp cologne 02

1 Sep
Food Camp Cologne im Marieneck, 08/2018

Food Camp Cologne im Marieneck, 08/2018

E-Mail an die Teilnehmer*innen (28.08.2018)

Liebe Food Camper,

noch zwei Tage und es geht los! Vorab noch ein paar Worte zum gemeinsamen Kochen am Freitag: In den kommenden Tagen werden wir uns mit der Annahme beschäftigen, dass Köln mehr zu bieten hat als die Brauhauskarte bietet. Trotzdem sollen die kölschen Klassiker nicht fehlen. Wir haben daher Warenkörbe zusammengestellt, mit denen man theoretisch ganz traditionelle Gerichte wie Rievkoche, Himmel un Äd oder Prummetaat kochen KÖNNTE. Die Herausforderung wird aber sein, diese kölschen Signature Dishes auf ein neues Niveau zu heben. Und da seid ihr alle gefragt. (…) Alles kann, nichts muss. Hauptsache wir sind mit Spaß bei der Sache. Weiterlesen

ethnografische notizen 243: foodcamp cologne 01

31 Aug
Food Camp Cologne im Restaurant maiBeck, 08/2018

Food Camp Cologne im Restaurant maiBeck, 08/2018

 

Dass in Köln gerade nicht nur viele interessante Restaurants eröffnen, sage ich, sondern, dass da generell eine Aufbruchsstimmung zu verspüren sei. Endlich!

Die 16 anwesenden Journalist*innen, Blogger*innen und Expert*innen im maiBeck schauen mich erwartungsvoll an, während ich das Programm der nächsten Tage durchgehe.

Und plötzlich merke ich, während ich mir selber zuhöre, was eigentlich meine Mission geworden ist. Weiterlesen

ethnografische notizen 242: palermo

12 Mai
Cedri & Granita, Palermo 04/2018

Cedri & Granita, Palermo 04/2018

„Menù touristico?“ schreibt eine Bekannte leicht pikiert unter mein Foto auf Facebook. Eine Werbetafel mit gleichlautender Aufschrift, ein schnauzbärtiger Koch mit ausladender Kochmütze, rotem Halstuch und einem Holzlöffel in der Hand. „Recherche“, antworte ich, „aber nur von außen.“ Allerdings mache ich mir keine Illusionen, als Nicht-Tourist durchgehen zu können. Auch ohne kurze Hosen, Sandalen, Spiegelreflexkamera auf dem Bauch und Reiseführer in der Hand sind wir gut zu erkennen. Weiterlesen

ethnografische notizen 241: liège

12 Mrz

Ein Sonntag in Lüttich, oder vom Glück, Freunde in Belgien zu haben

„Wir essen heute Mittag in der Stadt“, sagt J. bei unserer Ankunft, „und später dann noch einmal zuhause.“ Das ist normal, denn schließlich sind wir ja in der Wallonie, wo jede Mahlzeit als sozialer Akt von Bedeutung begriffen wird und außerdem waren wir schon lange nicht mehr zu Besuch. „Dazwischen schauen wir uns eine Ausstellung an.“ Nach dem Kaffee spazieren wir los, die steile Rue pierreuse hinunter, über die Place du Marché bis runter zur La Batte, dem großen Wochenmarkt. „Neu“, denke ich, während wir durch die Neuvice laufen, „auch neu. Ebenfalls neu.“ Es hat sich eine Menge getan seid unserem letzten Besuch. Es gibt einen verpackungsfreier Lebensmittelladen namens l’Entre-Pot, einen anderen für lokal produziertes Obst und Gemüse (Les petits producteurs) und eine Handvoll hipper Cafés und Restaurants. Weiterlesen

ethnografische notizen 240: wien 4/5

2 Jan

Wien zeichnet sich durch ein beharrliches Festhalten an Traditionen aus, durch eine Lust an komplizierten Ritualen und eine gewisse Skepsis gegenüber kulinarischer Innovation. Kurz: Eine ganze Stadt tut so, als wären die letzten 100 Jahre nicht passiert. Das zeigt sich ganz besonders in den kulinarischen Konventionen und Gepflogenheiten …

Punschkrapfen im Cafe Prousek/Aida, Wien – 12/2017

Punschkrapfen im Cafe Prousek/Aida, Wien – 12/2017

Punschkrapfen stehen auf dem digitalen Zettel, auf dem ich im Smartphone vor der Reise Empfehlungen aus allen Richtungen gesammelt habe. Aber auch die Tische in den Kaffeehäusern sind nicht wesentlich einfacher zu ergattern als die für das Abendessen. Im Prückel ist alles voll. Im Prousek, einem kleinen zweckmäßigen Café – augenscheinlich aus den späten 1950er Jahren und ohne jegliche Grandezza – finden sich zwei kleine Tische, die wir zusammenschieben nachdem die dort pausierende Schulklasse sich mit entsprechendem Getöse verabschiedet hat. Weiterlesen