ethnografische notizen 243: foodcamp cologne 01

31 Aug
Food Camp Cologne im Restaurant maiBeck, 08/2018

Food Camp Cologne im Restaurant maiBeck, 08/2018

 

Dass in Köln gerade nicht nur viele interessante Restaurants eröffnen, sage ich, sondern, dass da generell eine Aufbruchsstimmung zu verspüren sei. Endlich!

Die 16 anwesenden Journalist*innen, Blogger*innen und Expert*innen im maiBeck schauen mich erwartungsvoll an, während ich das Programm der nächsten Tage durchgehe.

Und plötzlich merke ich, während ich mir selber zuhöre, was eigentlich meine Mission geworden ist. Schon eine ganze Weile, seit man uns vor zwei Jahren beim GELÄNDEGANG gesagt hat, dass sich ein Buch über gutes Essen und Trinken rund um Köln nicht verkaufen würde.

Mir geht es um die Inwertsetzung von kulinarischen Traditionen in einer Stadt, die sich allzu gerne auf billigem Bier und mittelmäßigem Brauhausessen ausruht. Große Portionen für besoffene Junggesellenabschiede, die eh nie wiederkommen werden (oder sich im Zweifelsfall nicht an den letzten Besuch erinnern können). Et kütt wie et kütt.

Vier Tage werden wir gemeinsam unterwegs sein. Auf großzügige Einladung von KölnTourismus und in Kooperation mit vielen Partner*innen, die eine ähnliche Mission haben wie ich. Bis Sonntag werden Restaurants besuchen, gastronomische Konzepte diskutieren, verkosten, kochen, probieren, ausprobieren und ausloten, was Köln eigentlich so zu bieten hat.

Et kütt wie et sein könnte.

maiBeck/Ox & Klee/Johann Schäfer/Monkey Bar/25hours/Pastabar Caruso/Fette Kuh/Pottkind/Sudermann/Marieneck/Kirberg Catering/Gartenoase/Neni/Grandhotel Bensberg/Vendôme/KölnSKY

Und nicht umsonst starten wir die Reise im maiBeck. An der Ecke der unmöglichen Altstadt, zwischen betagten Kreuzfahrttouristen, Schulausflüglern und gelegentlichen Drogendealern. Da wo Köln eben so ist, wie es ist.

Und aber auch da, wo Köln so ist, wie es sein könnte. Zumindest gastronomisch. Aufmerksam, präzise, regional, lokal und für Gäste, die wiederkommen sollen!