Kas|sen|zet|tel 012 – Zwischensumme

14 Feb

Warum Kas|sen|zet|tel? Hier!

Screenshot 14.02.2016

Screenshot 14.02.2016

Am Samstagabend bekomme ich plötzlich auf diversen Kanälen Nachrichten, ich solle mir unbedingt einen Beitrag auf jetzt.de ansehen. Dort habe jemand zumindest die selbe Idee gehabt. Ein Plagiat vielleicht?

Weil ich eigentlich gerade in den Vorbereitungen eines portugiesischen Abends bin, schiebe ich schnell die Batatas Tradicionais no Forno in denselbigen und lese.

„Noch keine Ahnung, was es heute Abend zu Essen gibt?“, lautet die Überschrift des Facebook-Posts der Redaktion, „wie wäre es mit dem Rezept von einem verlorenen Einkaufszettel?“ Das kommt mir vage bekannt vor. „Wir haben verlorene Einkaufszettel gesammelt – und ein Koch hat daraus leckere Rezepte gemacht“, heißt es weiter. Mit Ausnahme der Tatsache, dass ich kein Koch bin und neben Einkaufs- auch Kassenzettel verwurste, liegen die beiden Projekte in der Tat nahe beieinander.

Aber Ideen sind keine göttliche Eingebung und wenn sie – im wörtlichen Sinne – auf der Straße liegen, ist man eben nicht unbedingt der Einzige, der sie aufhebt. Dass es schon vor mir Sammlerinnnen und -sammler gab, habe ich hier schon ausführlich erläutert.

„Chances are“, schreibt Rod Judkins in The Art of Creative Thinking (London 2016), „you have at least one close rival. Monitor their achievements with admiration, and a touch of envy.“

Ich folge seinem Rat und kommentiere den Artikel mit einem Smiley: „Konkurrenz belebt das Geschäft! Da war ich JETZT aber schneller.“

„Tatsächlich Zufall!“, schreibt jetzt-Autorin Nadja Schlüter am nächsten Morgen, „wie man an der (sehr lustigen) Zettelaufschrift „Halloween-Bonbons“ erkennen kann, hatten wir die Idee vergangenen Herbst und haben dann angefangen, Zettel zu sammeln (…) Manchmal haben Menschen die gleichen Ideen. Sie ist ja auch so abwegig nicht.“

Wir sollten mal Zettel – oder noch besser Ideen tauschen!