ethnografische notizen 119: storstad

29 Nov
Vegetarischer Hauptgang im Restaurant Storstad, Regensburg, November 2015

Vegetarischer Hauptgang im Restaurant Storstad, Regensburg, November 2015

Ich schreibe nicht so gerne über Restaurants. Weil es Menschen gibt, die das weitaus besser können als ich, weil mich manchmal die Leute am Nebentisch mehr interessieren als die Gerichte vor mir, und weil ich mich nicht wirklich auf den Genuss konzentrieren kann, während ich bewusst versuche, mir Details zu merken. Arbeit eben.

Diesmal ist das anders. Im Regensburger Storstad war ich vor zwei Wochen schon mal. Danach haben viele Menschen über das Menü geschrieben, die das weitaus besser können als ich. Und ich habe die Geschichten der Leute an den Nachbartischen gesammelt.

Diesmal geht es aber ums Essen. Also konkret um das auf meinem Teller und auf dem meiner Freundin M. Und ich will es ganz kurz machen: Es war sehr gut!

Sogar die Details habe ich mir merken können, zum Beispiel die vom Hauptgang: Gnocchi/Kürbis/Alter Balsamico. Da stimmte alles. Die feste Konsistenz vom Kürbis und die weiche von den Gnocchi, die buttrigen Noten der Soße und die säuerlichen vom Essig.

„Als Sie vor zwei Wochen hier waren, haben wir das Abendmenü serviert“, sagt Chef Anton Schmaus, als wir uns beim Abschied kurz unterhalten, „das Mittagsmenü ist etwas einfacher.“ „Ja“, sage ich, „aber an den schlichten Dingen erkennt man das Können.“ Auf dem Teller und manchmal ja auch auf dem Papier.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: