miniportion 038: frittengabel

28 Feb
Frittensofortverzehr, Monschau 2005

Frittensofortverzehr, Monschau 2005

In Anlehnung an Paul Simons „50 ways to leave your lover“ an dieser Stelle zwar keine 50, aber immerhin „5 ways to eat your french fries“:

1. Mit einer kleinen bunten Plastikgabel aus einer dieser typisch deutschen Pappschalen, die meines Wissens im Ausland vollkommen unbekannt sind. Sie bieten den klaren Vorteil einer großen Oberfläche des servierten Frittierguts, auf der sich beispielsweise Ketchup und Mayonnaise vergleichsweise gut verteilen lassen.

2. Mit Currywurst aus einem runden, in zwei oder mehrere Fächer geteilten Plastikteller. Wird die Pommes-Portion nämlich von einer Wurst begleitet, wird sie mitunter mit einer großen weißen Plastikgabel versehen. Diese besitzt dann gerne eine seitliche Sägezackung – vermutlich zum Nacharbeiten bei fehlerhaft arbeitenden Wursthäckslern gedacht – mit der sich prima die Mundwinkel aufschneiden lassen.

3. Im sogenannten „puntzak“ mit einer kleinen Forke aus Holz, zumeist in Belgien oder dort in den Niederlanden, wo Fritten mit dem Zusatz „vlaams“ (flämisch) verkauft  werden. Ganz klassisch besteht sie aus einer kleinen vorgefertigten Tüte um die ein Stück Zeitung gewickelt wird und für die es in den belgischen Frittenbudentheken runde Löcher gibt, damit man beim Bezahlen die Hände frei hat. Die hat man nach dem Verzehr meist gut eingecremt, denn auch wenn der „puntzak“ sehr authentisch ist, ist man gezwungen entweder erst die Mayonnaise und dann die Fritten zu essen oder mutig mit der viel zu kurzen Frittengabel beides auf einen Nenner zu bringen.

4.  Im Baguette. Sehr beliebt im frankophonen Teil Belgiens, wo man diese praktische Erfindung „mitraillette“ nennt. Das bedeutet übersetzt Maschinengewehr und es handelt sich in der Tat um eine Handfeuerwaffe mit höchstem Sättigungsgrad. Ein auf-, aber nicht durch durchgeschnittenes Baguette wird auf beiden Seiten großzügig mit Soße nach Wahl eingestrichen, generös mit Wurst und/oder Frikadelle und frischen Fritten gefüllt und obenauf beherzt mit einer weiteren Soße nach Wahl versehen.

5. Egal woraus, immer mit den Fingern!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: